In den letzten Wochen hatte ich das Glück mit Tyson ausgiebig trainieren zu können. Wir bekamen viel Besuch und ich muss sagen: Ich bin sehr stolz auf meinen Hund!
Nachdem ich versucht hatte, die Begegnung des Besuchs in der Küche zu arrangieren, war ich gnadenlos gescheitert. Tysons Erregungsniveau steigerte sich ins Unermessliche, wenn ich an die Haustür ging, die er von der Küche aus nicht sehen konnte. Das Begrüßen des Besuchs wurde also schon durch lautstarkes Bellen aus der Küche unterbrochen. Wenn ich den Besuch dann in die Küche bat, hatte ich einen vor Erregung zitternden Hund vor mir, der kaum zu beruhigen war.
Ich musste es also anders versuchen. Die erste Versuchsperson wurde ungewollt ein Handwerker, der wegen meiner Waschmaschine kam. Der Plan war folgender: Hund ins Wohnzimmer direkt der Wohnungstür gegenüber auf den Teppich im Sitz - gesichert mit Geschirr, falls er aufspringen und ich eingreifen musste. In der einen Hand hielt ich den Clicker und die Fleischwurst, die andere Hand blieb zum Eingreifen frei.
Um das Ganze näher zu verstehen, muss man den Ablauf kennen, mit dem sich Besuch ankündigt. Zuerst die Klingel, auf die Tyson zum ersten Mal anspringt. Wodurch er jedoch wirklich hochgepusht wird, ist das Türsurren, wenn ich auf den Türentsperrer drücke. Für alle, für die das nicht deutlich genug war: In Mehrfamilienhäusern gibt es einmal die Haus- und dann die Wohnungstür. In meiner Wohnung befindet sich ein Knopf mit dem ich die Haustür entriegeln kann, damit der Besuch den Hausflur betreten kann. Dies erzeugt ein Geräusch - eine Art Surren. Auf das Surren folgt das Geräusch, wenn die Haustür geöffnet wird. Und darauf reagiert Tyson sehr stark.
Mein Plan:
Es klingelt - Click!. Es surrt: Click. Tyson wird zum Teppich begleitet direkt gegenüber von der Wohnungstür, damit er alles im Blick hat. Ich öffne die Wohnungstür, Tyson sieht den Besuch: Click! Der Besuch kommt rein: Click! Von dort an wird alles was der Hund an erwünschtem Verhalten zeigt, gnadenlos geclickt!
Nach dem Clicken erfolgt für Tyson eine Belohnung in Form eines besonders leckeren Schmackerls. Fleischwurst, Hähnchenbrust, etc.
Mein Ziel ist es, dass mein Hund mir in der Situation die Führung überlässt und Besuch entspannt gegenüberstehen kann.
Zurück zum Handwerker: Tyson hat das ganze mit Bravour hinter sich gebracht. Er bellte und wollte aufstehen aber auf das Click war die Aufmerksamkeit sofort bei mir und er blieb Sitzen.
Das Clicken hat in dem Fall zwei Funktionen.
1. Es löst positive Emotionen aus (Voraussetzung dafür ist die sichere Konditionierung darauf!!)
2. Es zeigt an, dass er etwas gut macht.
Wir haben es hier also sowohl mit operanter als auch klassischer Konditionierung zu tun.
Zurück zur Situation:
Der Handwerker durfte ungestört zur Waschmaschine und verließ Tysons Blickfeld. Ich blieb bei ihm, lobte ihn. Irgendwann sank er ins Platz und ich fing an, ihn zu massieren, um ihn weiter zu entspannen.
Der Handwerker musste indes nochmal raus, um etwas zu holen. Tyson blieb im Platz und schaute nur - vollkommen entspannt. Ich wusste, dass der Handwerker gleich wieder kommen würde und griff nach dem Clicker. Als dieser dann erneut die Wohnung betrat (Tyson mittlerweile wieder im Sitz), sah ich wie Tyson die Lefzen spitzte, um das Bellen anzufangen. Ein Click - und er blieb ruhig und ich hatte seine Aufmerksamkeit erneut. Sein Erregungsniveau war immer noch relativ niedrig und so bedurfte es auch nicht mehr. Als der Handwerker gehen wollte, ließ ich Tyson nochmal hin. Er begrüßte den Handwerker freundlich und ließ sich streicheln - Situation optimal bewältigt!
Der Handwerker durfte ungestört zur Waschmaschine und verließ Tysons Blickfeld. Ich blieb bei ihm, lobte ihn. Irgendwann sank er ins Platz und ich fing an, ihn zu massieren, um ihn weiter zu entspannen.
Der Handwerker musste indes nochmal raus, um etwas zu holen. Tyson blieb im Platz und schaute nur - vollkommen entspannt. Ich wusste, dass der Handwerker gleich wieder kommen würde und griff nach dem Clicker. Als dieser dann erneut die Wohnung betrat (Tyson mittlerweile wieder im Sitz), sah ich wie Tyson die Lefzen spitzte, um das Bellen anzufangen. Ein Click - und er blieb ruhig und ich hatte seine Aufmerksamkeit erneut. Sein Erregungsniveau war immer noch relativ niedrig und so bedurfte es auch nicht mehr. Als der Handwerker gehen wollte, ließ ich Tyson nochmal hin. Er begrüßte den Handwerker freundlich und ließ sich streicheln - Situation optimal bewältigt!
Ich bin sooo stolz!!!
Das hört sich jetzt alles so einfach an... und das war es auch. Das war die erste Begegnung mit diesem Trainingsplan und es funktioniert fantastisch!! Vorher war Tyson nicht zu beruhigen, er bellte und ging an dem Besuch hoch - es war nicht richtiges Anspringen, aber doch bedrohlich. Aber mit Hilfe des Clickers blieb er zumindest sitzen!
Ein Hoch auf den Clicker!
Das hört sich jetzt alles so einfach an... und das war es auch. Das war die erste Begegnung mit diesem Trainingsplan und es funktioniert fantastisch!! Vorher war Tyson nicht zu beruhigen, er bellte und ging an dem Besuch hoch - es war nicht richtiges Anspringen, aber doch bedrohlich. Aber mit Hilfe des Clickers blieb er zumindest sitzen!
Ein Hoch auf den Clicker!
Jetzt müssen wir nur am Ball bleiben!